"Kundenjubiläum": 60 Jahre im Rehazentrum Wöhrderwiese

Herr Röder feierte am 06. Mai seinen 80. Geburtstag. Er ist fit für sein Alter und hat seinen Ehrentag bei einer Geburtstagsrunde auf dem Golfplatz gefeiert. Einige Tage später ist er ins Rehazentrum Wöhrderwiese eingeladen. Der Grund? Herr Röder gehört quasi zum Unternehmen, obwohl er beruflich nie dort gearbeitet hat. Denn Herr Röder ist seit 60 Jahren Kunde im Rehazentrum und dem Unternehmen damit länger treu, als die ältesten Mitarbeiter.

"Es ist keiner mehr von den Leuten da, die vor 60 Jahren da waren. Niemand! Der Herr Fuchs sen. war damals noch ein Junge", erinnert sich Herr Röder an die Anfänge der 1950 gegründeten Einrichtung, die damals noch Kurpark hieß. "Es waren sehr schöne Zeiten, es waren andere Zeiten. Ich bin zum Beispiel noch auf einem Steintisch mit Mosaik massiert worden. Da war keine Unterlage, nichts drauf, der war hart. Das hat mir aber nichts ausgemacht, ich war ja erst 20 Jahre alt", blickt der 80-Jährige auf die Anfänge zurück.

"Jetzt ist es ein Rehazentrum. Die Zeiten haben sich grundsätzlich gewandelt. So wie vor 60 Jahren kann man heute ein solches Haus nicht mehr führen. Das Wort Rehazentrum war ja damals noch gar nicht bekannt", so Röder weiter. Die Entwicklungen an der Wöhrderwiese sieht er sehr positiv. Das Unternehmen sei schneller gewachsen, als er gedacht habe.

Große Bindung zu den Therapeuten

Als Grund für seine jahrzehntelange Treue zum Rehazentrum nennt Herr Röder die Größe des Unternehmens. Natürlich sei er in den letzten 60 Jahren auch immer mal in anderen Praxen gewesen, habe sich in kleinen Einrichtungen aber nie wirklich wohl gefühlt. Hinzu kommt die Bindung, die man nach so langer Zeit zu den Therapeuten aufbaut. "Das ist wie bei einer Gaststätte. Du gehst in die Gaststätte, weil dich der Wirt und die Bedienung kennen", erklärt Röder. "Außerdem sind die Therapeuten sehr freundlich. Ich könnte mich zum Beispiel nicht behandeln lassen vom jemandem, der mir unsympathisch ist und vielleicht sogar noch ungepflegt", fasst der Rentner zusammen. 

Darum kommt Herr Röder zwei bis drei Mal die Woche, lässt sich massieren und führt Übungen für seine Gelenke durch. "Wenn ich 60 Jahre nicht zur Therapie gegangen wäre, - Fragezeichen- …würde ich dann noch leben? Das weiß man nicht. Aber man muss immer schauen, im Leben einen Mittelweg zu finden und damit fahre ich eigentlich ganz gut", lautet das Fazit des Rentners. "Und ich spiele für 80 Jahre immer noch ganz gut Golf, muss ich sagen!"